Stadtteilgenossenschaft Gaarden eG

Kurze Wege

 

Zielgruppe des Projektes

Zielgruppe des Projektes sind Alleinerziehende insbesondere sehr junge Mütter U25 mit Kindern unter 3 Jahren im Bezug von Leistungen nach dem SGB II, die dem Arbeitsmarkt innerhalb der nächsten 12 Monate wieder zur Verfügung stehen.

 

Alleinerziehende sind überwiegend sowohl für die Erziehung als auch für die finanzielle Absicherung der Familie allein verantwortlich. Hieraus entsteht eine Überlastung in einer Vielzahl von Lebensbereichen wie, finanzielle Sorgen, Wohnungsprobleme, soziale Isolation, fehlende bzw. unzureichende Kinderbetreuung oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Darüber hinaus ist die Lebens- und Erwerbssituation insbesondere von allein Erziehenden häufig von individuellen Problemen belastet, für deren Lösung individuelle, passgenaue, flexible und zielführende Maßnahmen zur Verfügung gestellt und koordiniert werden müssen.

 

Netzwerkstruktur

Die Stadtteilgenossenschaft Gaarden ist Träger einer institutionalisierten Vernetzungsstruktur. Zu den Mitgliedern der Genossenschaft, die das Vinetazentrum betreibt, zählen:

 

Landeshauptstadt Kiel, Frauensuchtberatung, Sozialdienst katholischer Frauen (Beratung nach dem Schwangeren- Familien Hilfe Änderungsgesetz und Pädagogische Familienhebamme), Haus der Familie (Familienbildungsstätte), Arbeiter Samariter Bund, Kieler Fenster ( psychologische Beratung), Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Pro Regio (Maßnahmen im Rahmen des SGB II), Kinder- Jugend- Hilfe- Verbund, Türkische Gemeinde Schleswig- Holstein, Frauennetzwerk zur Arbeitssituation, Haus der Kirche, Fair und Schnell (Wirtschaftsunternehmen), Seniorenakademie, eß- o -eß (Esstörungen bei Frauen und Kindern), Tio (Beratung von Migrantinnen), Autonomes Mädchenhaus, Contra (Beratung von Frauen , die Opfer von Frauenhandel sind), Lerche (Beratungsstelle des Frauenhauses Kiel), Notruf (sexualisierte Gewalt), Shefa (Gesundheits- und Sozialberatung), Volkshochschule Kiel.

 

Im Vinetazentrum halten die Kooperationspartner ihre jeweiligen Angebote vor. Aufgrund der zentralen Lage des Hauses ist es für die Bevölkerung gut zu erreichen.

 

Im Bereich des offenen Treffs treffen sich täglich Menschen der unterschiedlichen Generationen, von denen eine Vielzahl alleinerziehende Mütter und teilweise auch Väter sind. Der offene Treff ist an den Wochentagen von 8.00-18.00 Uhr geöffnet und neben angebotenen Gruppentreffen jederzeit eigenständig zu nutzen.

 

Verlauf

Nach der Zuweisung der allein Erziehenden durch die jeweilige IFK werden die TeilnehmerInnen zunächst zu einem ersten Einzelgespräch nach systemischen Beratungsansatz in das Vinetazentrum eingeladen. Ein Thema des Erstgespräches ist die Betreuungssituation des/der Kinder, um bei nicht sichergestellter Betreuung umgehend an der Umsetzung geeigneter Betreuungsmodelle und der Finanzierung dieser zu arbeiten.

Nach erfolgtem Erstgespräch wird entschieden, welche BeraterIn für welche TeilnehmerIn die BezugsberaterIn wird, um den Aufbau förderlicher Bindungsbeziehungen zu unterstützen und der einzelnen TeilnehmerIn die möglichst passgenaue, verlässliche AnsprechpartnerIn an die Seite zu stellen.

 

Im Rahmen der Arbeit mit der BezugsberaterIn werden die individuellen Belastungsfaktoren, die einer Aufnahme von Erwerbstätigkeit im Wege stehen, ermittelt und bearbeitet. Bei Bedarf werden die TeilnehmerInnen über die BezugsberaterIn an weitergehende Fachberatung der spezifischen Beratungsangebote im Hause weitergeleitet und unter Umständen auch dorthin begleitet. Ziel soll sein, aus dem Netzwerk heraus passgenaue, individuelle Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen.

 

Fortwährend wird mit den allein Erziehenden an ihrer Motivation und der Verarbeitung negativer Vorerfahrungen im bisherigen Ausbildungs-/ Erwerbsleben gearbeitet.

Die BezugsberaterIn bleibt über den gesamten Zeitraum die feste AnsprechpartnerIn für die einzelne TeilnehmerIn, die stetig mit ihr an den Zusammenhängen erfolgreicher Lebens- und Berufswegeplanung und deren Gelingen arbeitet und im Falle erforderlicher Krisenintervention umgehend tätig wird.

 

Die Berufswegeplanung steht im Mittelpunkt der Beratungsgespräche und der (Wieder-) Einstieg in die Erwerbstätigkeit ist das Ziel der individuellen Arbeit mit den allein Erziehenden.

Das Vinetazentrum ist bereits seit 2009 Träger der KsB und konnte gemeinsam mit Stadt und Jobcenter weitere Maßnahmen für die Zielgruppe der allein Erziehenden konzipieren und umsetzen, die inzwischen erfolgreich Wege in Ausbildung und beständige Erwerbstätigkeit verzeichnen (AteCa, AIDA, USCHI, DIWA)

 

Neben der individuellen Arbeit mit den TeilnehmerInnen verfügt das Vinetazentrum über einen inzwischen selbstorganisierten Treff, der die BesucherInnen in die Struktur der Einrichtung einbindet und inzwischen eine eigene Netzwerkstruktur unter allein Erziehenden geschaffen hat. Hierbei werden die anderen BesucherInnen der unterschiedlichen Generationen einbezogen, die einen Beitrag für die allein Erziehenden zu einem umfassenden, nachhaltigen UnterstützerInnennetzwerk zur Umsetzung der angestrebten Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten.

 

gefördert durch: