Alter und Pflege

Das Aktionsprogramm verfolgt im Schwerpunkt „Alter und Pflege" gleich drei wichtige Ziele:

 

1. Übergänge mitgestalten und aktives Alter unterstützen

Mehrgenerationenhäuser sind offen für Alle und motivieren zu freiwilligem Engagement. Sie bieten viele Möglichkeiten, sich selbst einzubringen. Gerade die Generation der jüngeren Alten und der Menschen im Übergang zwischen Beruf und Ruhestand möchte immer häufiger die eigene Zeit für sich und andere nutzen und sich mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen aktiv einbringen. Für diese Zielgruppe bieten die Mehrgenerationenhäuser viele kreative Angebote und schaffen Raum für Freiwilliges Engagement. Im Alter jung und aktiv bleiben, sich gebraucht fühlen und Spaß haben – die Mehrgenerationenhäuser bieten alles.

 

2. Länger eigenständig leben und die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf verbessern

Mehrgenerationenhäuser vermitteln vielfältige haushaltsnahe Dienstleistungen, wie etwa Hol- und Bringdienste oder Unterstützung im Haushalt. Auf diese Weise ermöglichen sie Seniorinnen und Senioren ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben im eigenen, gewohnten Umfeld.

 

Die Mehrgenerationenhäuser bieten darüber hinaus eine Vielzahl von ergänzenden Dienstleistungen an, die die private häusliche Pflege, aber auch die Leistungen professioneller Pflegedienste vor Ort ergänzen. Beratung, Hilfe, Betreuung und vieles mehr – so werden Pflegebedürftige selbst und ihre Angehörigen unterstützt und entlastet. Die Häuser kooperieren dabei eng mit Pflegeberatungsstellen und Pflegestützpunkten und qualifizieren freiwillig Engagierte z.B. zu Alltags- und Demenzbegleitern. Soweit möglich werden unterstützungsbedürftige ältere Menschen aktiv in das Leben der Mehrgenerationenhäuser eingebunden. Sie haben Kontakt mit jüngeren Menschen und können sich – soweit möglich – selbst einbringen. Pflegebedürftige und hochbetagte Menschen werden in den Alltag der Mehrgenerationenhäuser integriert und nehmen so weiter am gesellschaftlichen Leben teil.

 

3. Hilfe für demenziell Erkrankte und deren Angehörige

Eine zunehmend wichtige Zielgruppe der Mehrgenerationenhäuser sind demenziell erkrankte Menschen und deren betreuende Angehörige. Die Zahl der Demenzerkrankungen ist in den vergangenen Jahren in Deutschland stetig gestiegen. Sowohl die Betroffenen selbst als auch ihre betreuenden Angehörigen benötigen Unterstützung um den Alltag zu meistern bzw. Pflege und Beruf zu vereinbaren. Die Häuser bieten Informations- und Beratungsangebote und helfen Betroffenen mit vielen gezielten Demenzangeboten. Sie kooperieren dabei mit den regionalen Alzheimergesellschaften und vielen weiteren Akteuren und bauen ihre Projekte und Angebote bedarfsgerecht aus.